«Vieles, was ADHS-Betroffenen gut tut, tut auch allen anderen gut» | Susanne Walitza
Shownotes
ADHS bestimmt zu einem wesentlichen Teil, wie ein Leben verläuft. Nicht zuletzt, weil die Betroffenen erst spät begreifen, warum sie sind, wie sie sind. In dieser Folge spricht Thomas Meyer mit Prof. Dr. Susanne Walitza, Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie der PUK Zürich und einer der profiliertesten Stimmen zu ADHS im deutschsprachigen Raum.
Dieser Wissenspodcast ist dank der wertvollen Zusammenarbeit mit der Takeda Pharma AG und der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich möglich.
Moderation: Thomas Meyer Eine Produktion von FatzerImbach AG www.fatzerimbach.ch
Dieser Podcast dient ausschliesslich der Information und ersetzt keine ärztliche Konsultation. Therapieentscheidungen sollten stets gemeinsam mit dem behandelnden Arzt getroffen werden.
C-ANPROM/CH/ELVA/0002_03/2026
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo!
00:00:01: Ich bin Thomas Meyer, Vater, Autor, Lehrer und von ADHS-Betroffener.
00:00:08: Bis zu meiner Diagnose verstand ich nicht, warum mir gewisse Dinge so schwerfallen und andere dafür leicht.
00:00:14: Zum Beispiel schiebe ich alles bis zum letzten Moment auf und begeister mich ständig für etwas Neues.
00:00:21: Mit dieser Podcastreihe versuche ich herauszufinden was hinter ADHS genau steckt.
00:00:27: Im Gespräch mit Fachleuten erfahre ich, wie Betroffene groß und klein funktionieren und wie uns geholfen werden kann.
00:00:36: Danke dass Sie hier sind und zuhören!
00:00:39: Hallo Frau Dr.
00:00:41: Walidzach die Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der PUC sitzt mir ja gegenüber in ihrem Büro im Zürich.
00:00:51: Guten Tag freue mich auf unser Gespräch.
00:00:55: Frau Dr.
00:00:55: Valica, ich bin ja von ADHS betroffen, haben Sie das schon gemerkt?
00:01:00: Nein!
00:01:01: Woran würden sie es merken?
00:01:03: Ich würde mir auf jeden Fall Zeit lassen bevor ich sagen würde, Sie haben eine ADHS...
00:01:09: Die haben wir ja.
00:01:11: Was wir auch haben ist hier ein Fragebogen und ich habe gesehen, Sie hatten Ihre Hausaufgaben gemacht.
00:01:17: die erste Frage lautet Ja wenn Sie ADHS in einem Satz beschreiben müssten was ist das Einsatz?
00:01:25: Ja, also genau.
00:01:27: Das habe ich mir aufgeschrieben.
00:01:29: Was steht denn
00:01:32: da?
00:01:32: Wenn ich das jetzt medizinisch beantworten sollte, dann würde ich sagen es ist eine neurologische Entwicklungsstörung die im Kindesalter auftritt und Probleme verursacht langanhaltend bezüglich der Aufmerksamkeit über Aktivität unter Impulsivität.
00:01:49: Wie könnte man's dennoch beantwortet wenn nicht medizinisch?
00:01:54: Ja, das neue Konzept ist das Konzept der Neurodiversität.
00:01:58: Und da sagt man es ist keine Dysfunktion oder keine Störung sondern... Es ist einfach anders!
00:02:05: Es ist eine andere Verarbeitung, der Wahrnehmung vom Denken oder der Gefühle die dann dazu führt dass man bestimmte Dinge anders sieht oder anders gesehen wird und da wäre die Schlussfolgerung eben anders in der Behandlung.
00:02:21: Nun bin ich ja nicht nur von ADHS betroffen, sondern auch vom Lehrerberuf.
00:02:27: Es ist ja so, dass die Kinder Dinge schreiben müssen und dass man den Kindern auch Dinge zeigt wie ein Screen oder Wandtafel.
00:02:36: also der ganze Betrieb führt ja eigentlich zum Sitzen.
00:02:42: Ich versuche immer wieder das aufzulocken mit Aufstehen und rumlaufen und hängen vielleicht Dinge im Raum auf wo sie hingehen müssen.
00:02:51: Aber es fällt auch mir schwer, das wirklich in den Alltag einzubauen.
00:02:56: Weil sich halt so ... Die Banken stehen da, die Stühle stehen so da und es ist alles auf die Lehrperson ausgerichtet.
00:03:05: Schwierig da, den Hebel anzusetzen?
00:03:06: Ich sage aber noch ein kleines
00:03:07: Beispiel.
00:03:10: Wenn wir sagen, dass Sitzern eigentlich so schädlich wie auch Rauchern ... Man fängt das an mit der ganzen Digitalisierung.
00:03:19: mit dem Computer, das geht dann zu Hause so weiter.
00:03:22: Aber wäre es denn wirklich so teuer wenn man so bewegliche Stehpulte machen würde und zwar für alle?
00:03:29: Dass man das rauf-und runterfahren kann.
00:03:31: Es wird wahrscheinlich die Gesundheitskosten sogar senken weil wenn wir die Schulgesundheitsbefragung von Zürich anschauen da äußern die Jugendlichen seit Jahren dreißig Prozent sagen sie haben Kopf- und Rückenschmerzern.
00:03:47: ungefähr zwanzig Prozent sagen sie haben Angst und Depression.
00:03:49: Alle schauen auf die Angst und Depression, das ist mir auch zu viel.
00:03:53: aber Kopf- und Rückenschmerzern mit vierzehn, mit fünfzehn ja was ist da los?
00:03:59: Da können wir doch das machen oder?
00:04:01: Und da wären wir schon easygoing.
00:04:04: Sitz und Stehen
00:04:06: Das würde ja allen gut tun.
00:04:08: Lassen Sie uns von den RTIs betroffenen sprechen inwiefern würden die davon profitieren wenn mehr Bewegung wäre im Schulzimmer?
00:04:15: Ja, also Hyperaktivität ist ja bei vielen einst der Kernsymptome.
00:04:22: Und wenn sie nicht eingeschränkt wären und immer sitzern müssen, dann wäre das ganz natürlich.
00:04:26: Dann wird es in eine natürliche Environment eingebunden oder?
00:04:31: Es würde den anderen auch gut tun aber für die ADHS-Betroffenen wär's nicht zu belasten, wenn Sie so lange sitzen müssen denn für Sie ist es noch schwieriger.
00:04:41: Das ist ein ganz einfaches Beispiel, oder?
00:04:45: Es gibt natürlich noch viele andere Beispiele, wie Sie es auch machen.
00:04:50: Wenn Sie sagen, sie hängen was an die Wand, dass man da ein bisschen wechselt mit den Angeboten und es würde auch vieles, was Betroffenen mit ADHS gut tun, tut auch den Anderen gut.
00:05:03: Und andersrum ist natürlich auch das wir versuchen, den ADHS-Betroffene sich dann nicht auszugrennen sondern von dem, was so üblich ist könnten noch eine bessere Balance finden.
00:05:18: Aber da gibt es natürlich viele, viele verschiedene Dinge.
00:05:21: was mir wichtig ist, dass wir das aber auch partizipativ machen.
00:05:26: Es gibt zum Beispiel jetzt ein Schulprojekt von so Nuga Barke der sozusagen die Betroffenen mit einbezieht in der Schule.
00:05:36: wie können wir das machen?
00:05:37: Dass es für dich gut oder für euch, also in der Gruppenarbeits- und Co-Creation.
00:05:43: Oder ist ja jetzt wirklich auch in der Forschung erwünscht?
00:05:48: Und da ich denke alleine wenn man so miteinander gestalten könnte würde es ein großer Beitrag.
00:05:55: Die ETH hat einen ADHS Kaffee.
00:06:00: Da sind dann Betroffene.
00:06:01: Sie haben sie auf Autismus ausgedehnt.
00:06:03: Ich bin total fasziniert was mir die Die Gäste des ADHS-Kafés erzählern, die sind super auf der Tiert und machen dann Vorschläge wie man das Environment anpassen könnte damit es besser funktioniert.
00:06:19: Es ist toll!
00:06:21: Sie haben vorhin dafür gesprochen dass nicht alle mit ADHS entsprechende Störgefühle haben.
00:06:25: was sind denn die häufigsten?
00:06:27: Ja gut, also damit wir wieder ärztlich gesehen von der ADHS-Sprechern gibt es die Kernsymptome.
00:06:33: Das ist die Aufmerksamkeitsstörung, die Hyperaktivität und der erhöhte Impulsivität.
00:06:39: Es sind die Kernsymptome, die über längere Zeit, also mindestens sechs Monate und eigentlich seit Kindheit bestehen müssen und die so ausgeprägt sein können das es stört.
00:06:52: Ich denke, viele Menschen sagen, ich kann mich ja auch mal nicht konzentrieren.
00:06:57: Deshalb ist es keine Störung.
00:06:59: Das ist die eine Seite.
00:07:01: oder weil das hat jeder schon erlebt, dass er sich nicht konzentrieren kann um von der Störung zu sprechen.
00:07:07: müssen diese drei Kardinalsymptome oder Leitsymptomen leidensdruck verursachen bei den Betroffenen?
00:07:17: Oder dass die Umgebung sagt jetzt ist es wirklich schwierig und da muss man natürlich ein bisschen aufpassen.
00:07:22: oder
00:07:23: Also es geht auch um die Frage, wer wird hergestürmt?
00:07:26: Ja.
00:07:27: Zum Beispiel im Kindergarten ist es nicht zu erwartern dass das Kind sagt ich hab Leidensdruck mich stört ist, dass ich nicht im Sitzkreis sitzen kann.
00:07:35: Das stört es wahrscheinlich mehr die anderen und am häufigsten kommen dann die Betroffenen also die Kindern Jugendlichen zu uns wenn's in der Schule gar nimmer klappt.
00:07:48: einige wenige finden vielleicht ja ich könnte bessere Noten haben aber das is wirklich eher die eine verschwindende Anzahl.
00:07:55: Aber das ist nicht mehr klappt, dass ich sage, ich bin kurz davor auch aus der Schule zu fliegern.
00:08:03: Es ist nur noch provisorisch die Versetzung es ist ein Kreislauf nach unten.
00:08:11: Ich kriege das nicht mal hin die Leistung zu bringen, die eigentlich bringen könnte.
00:08:18: Dann gibt es so Negativspiraler, negatives Feedback.
00:08:22: Dann kommt noch Angst vielleicht Epression dazu.
00:08:24: Ein Phänomen was man erst seit ungefähr so zehn Jahren so gut erkannt haben ist das man mit ADHS auch noch mehr dazu neigt viel Medien zu konsumieren also pathologischer Medienkonsum.
00:08:37: Das ist dann eine Spirale und da ist dann auch Leidensdruck bei den betroffenen Jugendlichen da oder Fußballverein oder im Verein.
00:08:48: Ich kann immer mitspielen, weil die Leute regeln sich so über mich auf.
00:08:54: Ich werde nicht eingewechselt, weil ich störe.
00:08:56: nur wenn sie dann sozusagen...
00:08:59: Was macht man da?
00:09:00: Wenn jemand gerne ein Fußball spielen möchte aber es ist dann so nicht klappt.
00:09:06: Also es soll ja auch für die Diagnose-Stellung, wenn wir jetzt wieder von der Diagnoserausgehren mehrere Settings betreffern.
00:09:14: Also Schule, Freizeit zum Beispiel Elternhaus.
00:09:17: also weil ich jetzt aus dem Fußballverein rausfliege würde ich sicher keine intensive Behandlung gleich vorschlagen sondern wird fragen hey woran liegt denn?
00:09:26: das?
00:09:26: könnte ja auch sein dass das andere Gründe hat oder?
00:09:30: Also da muss man dann schon schauen.
00:09:33: aber wenn die Betroffenen zu mir sagen Es ist eigentlich überall jetzt schwierig für mich.
00:09:39: Dann müssen wir schon schauen, was die beste Unterstützung ist und die müssen wir dann maßschneidern individuell.
00:09:50: Das bedingt aber dass man hier zu Ihnen kommt?
00:09:53: Also andere machen das auch.
00:09:55: also es wird ja eigentlich nach den Leitlinien... Wir schreiben ja Leit Linien, dass alle sich mit ADHS beschäftigen klinisch-psychotherapeutisch und so weiter nach den Leitlinien behandelt.
00:10:07: Und da ist es immer empfohlen, partizipativ mit den Betroffenen und multimodal zu behandeln.
00:10:17: Ich meine die Voraussetzung muss gegeben sein dass das kennt uns die Eltern finden.
00:10:22: Das hier ist ein Problem für das wir Hilfe benötigen.
00:10:26: Aber sie sprechen dann wichtig am Punkt an weil ganz oft ist es schon so, dass es ja in der Schule die ersten Probleme gibt, dass auch Lehrpersonen sagen ist schwierig.
00:10:39: Wir müssen was tun lassen sie sich mal abklären oder so.
00:10:43: aber wir haben ja hier in der Schweiz noch eine Broschüre geschrieben.
00:10:48: das war entstand auch durch ein Forschungsprojekt und zwar ursprünglich war vor ungefähr zwölf Jahren die gleiche Frage wie heute wird zu viel mediziert?
00:10:58: dann ist es Forschungs Projekt entstanden hat geschaut wie wird verordnet.
00:11:03: Innerhalb von dem Forschungsprojekt hat man sich gefragt, wie setzern wir die Leitlinie um?
00:11:11: Und das war dann der runde Tisch.
00:11:14: Im Rundentisch besprechen Eltern, Kind und Lehrpersonen zum Beispiel schon.
00:11:18: Können wir nicht auch was anderes machen, um dich zu unterstützen?
00:11:23: Also ich denke, man sollte vorher schon unterstützen bevor die Kinder zu mir kommen oder zu uns.
00:11:31: sei es ADHS oder was anderes.
00:11:34: Wenn ein Kind sagt, da ist irgendwas, das nicht mehr so gut funktioniert und ich möchte eigentlich da mehr dabei sein können oder ich möchte, dass es besser funktioniert, dann würde ich mir wünschen, dass schon vor der Kinder- und Jugendpsychiatrie eben verschiedene Möglichkeiten da sind.
00:11:56: Finden Sie es gut?
00:11:56: Man würde alle Schulkinder bei eintritt screenen nach ADHS
00:12:03: Nein, ich glaube bei ADHS nein.
00:12:05: Also wo ich es gut finde mit dem Screenings muss ich wirklich sagen ist und zwar schon im Kindergarten mit ganz wenig Fragen in der Kindergattern, in diesen Standortgesprächern würde ich schauen ob es einen Anhalt gibt für Sprachentwicklungsstörungen und Dyslexie weil Sprach-Entwicklungs störende und dyslexie also lese Rechtschreibstörung Da gibt es wie ein Window auf Opportunity.
00:12:34: Ein Fenster, wo man besterm behandeln kann nämlich sehr früh und das finde ich schade wenn man das übersieht bis jemand dann dreizehn wird oder vierzehn.
00:12:45: also da würde ich äh das gibt auch so Klatschspiele So einfach klatschen reimen oder einfach schauen Und wenn Kinder das gar nicht können dazu sagen Das ist doch neurodiverse Lassen wir das mal.
00:13:00: Wenn's dann nicht klappt mit Lesern und Schreiben in zehn Jahren, dann können wir immer noch schauen.
00:13:08: Das fände ich schade weil das ist so niederschwellig Und da würde ich mir eigentlich ... Da würde ich mich sonst Greening wünschen.
00:13:15: Warum?
00:13:16: Weil ADHS nicht
00:13:19: Ja, ADHS, ja das ist eben wieder diese Frage mit.
00:13:22: Ist es jetzt eine Störung auf dem Spektrum oder ist es neurodiverse?
00:13:28: Also ähm Es ist so, dass man das bei manchen Kindern schon sieht im Kindergarten.
00:13:38: Aber bei denen wo es dann nicht gescreen wird oder heißt es net?
00:13:42: Dass die Symptome dann nicht... Also eben die waren eben oft erst im Schulsetting sichtbar wenn es regierter wird und so weiter.
00:13:52: also ich hätte die Sorge, dass was übersieht unter vielleicht auch bei Kindern aufgrund von einem Reifendefizit dann falsch versteht Weil es hat auch viel mit Reifung zu tun.
00:14:06: Und das ist eigentlich auch schön, wenn man so rumrennt und zielos und so weiter... Also ich hätte bei der ADH ein bisschen Sorge, zu viele Fehlenscreenings zu machen.
00:14:15: Deshalb würde ich das jetzt nicht verpflichtern.
00:14:18: Aber das Klatschspiel, ja.
00:14:21: aber vielleicht ist es auch deshalb für mich so weil Ich sehe dass die Dyslexie wirklich an sonst Schattern da sein führt und unheimlich oft übersehren wird.
00:14:31: Und das bedauere ich sehr.
00:14:36: Finden Sie die Probleme, die sich im Leben ergeben bei Dyslexie schlimmer als bei RTHS?
00:14:41: Nein!
00:14:41: Das
00:14:41: hängt ja immer von ...
00:14:42: Ist der Vergleich unsinnig?
00:14:44: Na ja gut, ansonsten kommt es mal oft Komorbiet vor.
00:14:47: Also es ist schon noch eine gute Frage aber ist... nein man kann nur sagen, dass es immer auch von der Ausprägung abhängt Weil ADHS, also das ist für mich natürlich auch... Es sind eine der häufigsten Störungen oder Neurodiversitäten.
00:15:10: Und da ist es eben sehr stark abhängig von der Ausprägung wie bei Tickstörungen.
00:15:18: Manche Patienten mit Tick-Störungen stören nur die anderen.
00:15:25: Die Dyslexie ist aber was?
00:15:26: Wenn ich nicht lesen kann dann kann ich mir einfach ganz viele Dinge nicht aneignen, bin ich ganz oft ausgeschlossen.
00:15:36: Also früher diese Lese-Rechtschreibstörung, Rechtschreibern kann ich mich vorstellen mit den neuen Techniken das man vielleicht gerne mal schreiben muss, dass man einfach reinspricht und dann kommt der Text oder?
00:15:49: Das geht ja bereits!
00:15:50: Genau da können Sie eine Entlastung geben auch in den Schulen wenn man das akzeptiert.
00:15:55: im Moment ist es so dass man dann näher schon noch schreiben muss.
00:15:58: Ich sage auch nicht, es ist besser wenn man nicht mehr schreiben muss.
00:16:05: Es ist ja beim ADHS nicht so dass ich sagen kann, wenn ich beim ADHS zwischen einem Alter von vier bis fünf Jahren ganz viel trainieren werde das total reduziert.
00:16:15: Das ist aber bei der Dyslexie so.
00:16:18: Deshalb denke ich, ist es unterschiedlich da ein Window auf Opportunity wo wir ganz viel schaffen könnten und dann dann schafft man immerhin ein gewisses Niveau von Lesen und Rechtschreibfertigkeiten.
00:16:30: Und ich finde, das hat jeder eigentlich zugute, dass wir da die Bevölkerung unterstützen.
00:16:36: Bei ADHS müssen wir ganz individuell schauen.
00:16:39: aus meiner, also denke ich ...
00:16:42: Es wird ja immer noch vermehrt als Modediagnose abgetan.
00:16:48: Das Wort an sich ist ja schon interessant.
00:16:52: Was ist Ihre Meinung dazu?
00:16:53: Ich glaube, es hängt daran was ich vorher gesagt habe dass sich jeder schon mal unkonzentriert gefühlt hat.
00:17:00: Manche vielleicht auch denken ja damit wenn man dann das als Diagnose labeled kann man's behandeln können wir besser performen.
00:17:09: aber ich denke natürlich dass es nicht stimmt weil die adhs ist seit über hundert Jahren beschrieben beobachtet worden und Ja es gab auch jetzt ist gerade wieder so ein bisschen umschwung.
00:17:21: aber in den letzten Dreizig Jahren gab es auch kaum einen Anstieg von der Prävalenz.
00:17:32: Im Moment müssen wir uns schon fragen, ob es einen Ansteig gibt und ich habe dafür auch schon eine Erklärung.
00:17:39: Ich bitte darum!
00:17:40: Ja also ich denke also man geht ja davon aus dass achtzig Prozent erblich ist oder siebzig Prozent und die was sich jetzt tatsächlich geändert hat in den letzten zehn Jahren die ganze Digitalisierung, dass es eine unheimliche Flut von Reizen ist.
00:18:00: Und wir wissen schon, wenn ich jetzt sechs, sieben, acht Stunden in den Medien bin, dass das dann die Symptomatik der ADHS verstärken kann.
00:18:14: Es kann sein, dass wir jetzt Patienten sehen, die vorher noch besser kompensieren konnten dass es zum Anstieg führt.
00:18:21: Es kann auch sein, dass wir einen Anstig haben weil über das Thema jetzt viel informiert wird also eine höhere Inanspruchnahme.
00:18:31: Also es gab schon mal ein Anstiege als Man gesagt hat man muss nicht immer alle drei Kardinalsymptome erfüllen oder?
00:18:40: Also in Europa war vor zwanzig Jahren noch man muss immer alle Drei Symptome erfüllern sonst gibt sie Diagnose nicht.
00:18:47: In den Staaten war schon so Eines der Symptome muss da sein und das hat sich jetzt eigentlich durchgesetzt, dass nicht alle drei Symptomen gleichwertig da sind.
00:18:57: Allein das hat zum Anstieg geführt vor ungefähr zwanzig Jahren.
00:19:01: dann gab es ein Plateau.
00:19:03: und jetzt ist ja ich denke die Umwelt hat sich doch so geändert, dass es mehr zum Ausdruck kommt.
00:19:16: wenn man den Vorwurf der Mode Diagnose austextet, dann heißt das er macht dich hier nicht so wichtig.
00:19:23: Habt ich nicht so?
00:19:24: Reist Dich zusammen?
00:19:27: Ist ja exakt als falsche an die Adresse da betroffenen.
00:19:30: Ja, das sagt man auch bei Depression.
00:19:34: Also dass man sagt jetzt reiste ich doch mal zusammen stehe auf mach mehr und so weiter Und es funktioniert schon.
00:19:42: Ja
00:19:45: Warum die mangelte Empathie?
00:19:48: Natürlich haben wir einen gewissen Normierungsdruck.
00:19:50: oder es gibt Vorgaben, dass man erfüllen muss damit man sozusagen bestimmte Entwicklungspfade verfolgen kann wie zum Beispiel eine gymnasiale Beschulung.
00:20:03: Oder auch der Ausbildung abschließend zu können und ich denke klar ist das einfacher wenn man sagt reiß dich zusammen dann klappt es schon.
00:20:16: für mich ist es ganz wichtig Weil die Begabung ist ja da, diese Entwicklungspfade zu machen.
00:20:23: Dass wir schauen wo gibt es die Schwierigkeit und wie können sie am besten unterstützen?
00:20:29: Und da gibt's eben ganz viele Möglichkeiten.
00:20:32: lange nicht nur die Medikation.
00:20:35: Stichwort gymnasiale Beschulung ist gerade im Kanton Zürich sehr populär.
00:20:42: Es scheint aber auch so dass man den Kindern damit einen großen Stress aufbürdet.
00:20:49: Wie sehen Sie das?
00:20:51: Also insgesamt finde ich das Bildungssystem in der Schweiz schon hervorragend mit den verschiedenen Wegern und dem ganzen Passarellen.
00:20:58: Man kann ja auch später einsteigern, das finde ich wirklich sehr gut!
00:21:03: Auch die Primarschulzeit ist länger als in den Nachbarländern was auch sicher dem kindlichen spielerischen Anteil sehr entgegen kommt.
00:21:15: da bin ich eigentlich muss ich sagen dass will ich auf jeden Fall hervorhebern.
00:21:22: Dann ist es schon so, ich sehe es einfach wenn ich diese ganzen Studien der Schulgesundheitsdienste anschaue dass die Jugendlichen schon berichtern das sie unter dem Stress leidern.
00:21:32: und wenn wir den Stress genauer anschauen was ist denn das für ein Stress?
00:21:35: Ist es Mobbing?
00:21:36: Ist nicht sich zugewürdig fühlen?
00:21:39: und das kommt eben schon sehr viel Schulstress Prüfungs Stress.
00:21:43: Ich ganz persönlich bin ich der Meinung Man könnte ein bisschen lockerer dran gehen, weil was sollte ja die Energie noch fürs ganze Leben so aufteilung können.
00:21:58: Und ich bin auch jemand der sehr fürs lebenslange Lernen plädiert oder?
00:22:03: Ich finde auch das zum Beispiel unsere Facharzt Ausbildung für unseren Beruf relativ lange ist und dann is wie so'n Cut!
00:22:14: Dann haben wir dreißig Jahre und da darf sich jeder selber aussuchen, wie viel er lernt.
00:22:19: Also, ich wäre ein bisschen mehr für lebenslanges Lernen.
00:22:21: Das würde wahrscheinlich auch eine super Demenz-Profilaxe und ein bisschen spielerischer.
00:22:30: Aber overall ist die psychische Gesundheit... also ich befasse mich viel damit.
00:22:35: gut in der Schweiz, also achtzig Prozent sagen es geht ihnen ziemlich gut aber die anderen zwanzig Prozent ja da spielt Schule schon eine Rolle.
00:22:45: Interessanter Punkt.
00:22:45: Glauben Sie, die sagen alle die Wahrheit?
00:22:47: Die Achtzig Prozent?
00:22:48: oder ist das eventuell helfethisch gefärbt?
00:22:53: Also gut ich schaue dann nicht danach sagen die die Wahrheit oder nicht sondern ich schau danach.
00:22:59: also wir fragen ja noch so danach was hilft dir?
00:23:06: Oder was sind die Punkte, wo du dir Sorgen machst und so weiter?
00:23:10: Das ist mir wichtiger.
00:23:11: Ich sage nicht stimmt das oder stimmt es nicht?
00:23:13: sondern was hilft dir und was macht ihr Sorgen?
00:23:16: Und dass ich aber sehe, was die scheiße Jugendsahren ist da sie sich eigentlich ziemlich wohl fühlen in ihren Familien, sich verstandern fühlen an ihren Familien und es ist ja soziale Kontakte sind das A und O sich aufgehobern fühlern.
00:23:35: Ich glaube, das kann ich als Botschaft mitgeben.
00:23:40: In der Schule kann ich den Lehrplan nicht beeinflussen und will auch nicht.
00:23:43: aber ich kann sagen was hilft ist ein gutes Glas am Klima!
00:23:47: Wenn ich mich da aufgehoben fühle dann habe ich auf jeden Fall da die Ressource um auch Stresssituationen ganz gut zu bewältigen.
00:23:59: Der Lehrer fragt wie mache ich das?
00:24:02: Das ist eine gute Frage, aber da gibt es super Strategien.
00:24:05: Also da gab's in der Pandemie auch von Lausanne eine Studie.
00:24:10: Die haben eben so ein Präventiv von vornherein.
00:24:14: Haben die in ihren Schulklassern ... So eine Woche.
00:24:21: wir sind ein starkes Team.
00:24:25: Jeder hat seine Stärken und solche Strategien eingesetzt und man hat dann gesehen dass diese Schüler mit der Pandemie auch besser umgehen konnten, dass sie das als Ressource genutzt haben.
00:24:40: Und ich denke, so können uns die Lehrpersonen machen.
00:24:43: Klar, die müssen ganz viel bewältigen und ich verstehe auch, die sagen ja also wenn es fünf Prozent bis zehn Prozent sind habe ich mindestens ein bis zwei Schüler mit ADHS.
00:24:53: dann noch Nachteilsausgleich für Dyslexie was sehr viel mehr zunimmt als adhs ist Angst und Depression.
00:25:02: Also die Lehrpersonen sind sehr gefordert und ich glaube schon, wir müssen ihnen ein Rucksack mitgeben für die mentalige Gesundheit.
00:25:11: Da sie da die Schüler unterstützen können.
00:25:15: Sie haben vorhin ein interessantes Stichwort gegeben, pathologischer Medienkonsum.
00:25:20: Für uns Eltern ist das ja eine ewige Diskussion denn die Kinder sehen gar nichts pathologisches an ihrem Medienkonzum.
00:25:29: aber nicht so pathologisch
00:25:32: Ja, also es ist nicht pathologisch.
00:25:34: Das Zeitkriterium ist nicht entscheidend.
00:25:37: Also wie viele Stunden sind das?
00:25:39: Und dann entscheidender ist ob man aufgrund von den Medienkonsum andere Alltagsaktivitäten stark vernachlässigt oder auch gar nicht wahrnehmen kann.
00:25:51: Also Tag-Nacht-Rhythmus-, Umkehr, dass man immer schlafen kann und dass man nicht in die Schule geht.
00:25:57: jetzt zum ADHS
00:25:59: Stimmt, darüber wollten wir ja eigentlich sprechen.
00:26:02: Betroffene mit ADHS haben per se ein höheres Risiko diesen pathologischen Medienkonsum zu entwickeln.
00:26:11: Da geht es ja oft um diese ganz ganz schnellen Belohnungen, dauernde Wechsel und das ist was ... Das Belohnungssystem ist aber auch bei ADHS etwas anders oder kann eben auch so aussehen, dass sie diese schnelleren Belohnungen schätzern.
00:26:30: Das ist dann eben ein Risikofaktor und andersherum macht eben langes Konsumieren von Medien auch wieder unkonzentriert.
00:26:38: also das ist sozusagen eine gegenseitige Verstärkung.
00:26:42: Also Belohnungssystem in meinem erleben ist ein falscher Begriff weil das so flüchtig ist.
00:26:49: es ist eher ein ständiger Trieb sich irgendwie Ruhe zu verschaffen im Gehirn Und das Dopamin kann das tatsächlich, aber es stellt sich kein Belohnungseffekt ein.
00:27:02: Im Sinne von jetzt bin ich befriedigt länger als eine Stunde.
00:27:09: Das ist ja eine ständige Hartz nach neuen Aktiverungen
00:27:15: und das gab's nicht früher.
00:27:17: Es gab auch keine Apps die genau auf Design sind, genau dass zu tun.
00:27:21: Ja
00:27:21: absolut!
00:27:22: Und so das ist auch mein... Mein neues Forschungsgebiet, neu seit fünf Jahren.
00:27:29: Dass ich mich das sehr engagiere und es nutzt eben auch nicht nur zu verbieten wenn diese Apps und Algorithmen sich nicht ändern.
00:27:40: also wir müssen die Inhalte anschauen und anpassen.
00:27:46: Ich frage nochmals nach dem Medienkonsum weil ich mit meinem Sohn immer wieder darüber spreche Und er spielt gern Videospiele und schaut auch anderen gerne beim Gaming zu, was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist aber so.
00:28:07: Es hat sich bei ihm gezeigt, dass dieser Rückzug vor den Bildschirmen und die Abschottung gegenüber der Umwelt das hat für ihn etwas sehr beruhigendes... Ja!
00:28:16: Das glaube ich absolut.
00:28:19: Deshalb sage ich ja auch, die Zeit allein ist net entscheidend oder?
00:28:22: Und viele Jugendliche sagen Sie können sich damit auch entspannen und ablenken.
00:28:32: Deshalb sage ich, für mich ist eigentlich wenn ich über Medien spreche auch sehr wichtig was sind das für Inhalte?
00:28:39: Sind die schädlich oder... Das haben wir ganz eine ganz große Reihe oder nicht nur bei Mädchen also mit den ganzen Vergleichen usw.
00:28:48: Also es sind die Social Media.
00:28:49: Also, ich würde wirklich wagern zu behaupten ... Wir wissen ja, dass Jungs mehr Game-Mädchen, mehr Social Media konsumieren.
00:28:57: Und gerade die Games vielleicht auch schnelle Games bei Jungs mit ADHS dann noch mehr ... Ja, vielleicht so eine Entspannung führen.
00:29:06: Aber das Problem ist eben, wenn Sie merken, das hilft mir.
00:29:08: Das wie eine Art Selbstmedikation.
00:29:11: Vorher war es das Rauchende, die Selbstmediktion.
00:29:14: Früher wird ja auch wie Dopamin.
00:29:16: und die Stimulanzien.
00:29:19: Und jetzt kann das durch Medien passieren, da müssen wir einfach diese Gradwanderung finden!
00:29:25: Wir wollen ja eine gewisse Beruhigung aber es soll nicht zur sozialen Isolation führen, nicht zum Eskapism, also Flucht soll nicht dazu führen dass man noch länger sitzt und sich nicht bewegt.
00:29:38: und unsere Herausforderungen der jetzigen Generation ist diese Balance zu schaffen Weil die sind immer wegzudenkern, die hier helfen uns ja auch unglaublich oder demidien.
00:29:49: aber wir brauchen eine Balance.
00:29:50: Wir hören ja immer wieder oder sagen immer wieder es ist nicht sinnvoll diese Apps zu verbieten sondern es ist an uns den Kindern einen vernünftigen Umgang beizubringen.
00:30:01: ich eignere mich nicht für diese Aufgabe.
00:30:03: Ich glaube das ist für uns alle sehr schwierig vernünftig zu agieren und das Ding halt wegzulegen, nicht überall hin mitzunehmen.
00:30:13: Ich glaube wir sind auch sehr schlechte Vorbilder.
00:30:15: Ja da bin ich total einverstanden und unterstützt es auch.
00:30:20: Es fängt... Gehen Sie mal auf den Spielplatz!
00:30:23: Schauen sie mal was da passiert?
00:30:24: Die Kinderspielern allein im Sand kasseln die Eltern drum herum sitzen dann auf dem Benkle und vielleicht connecten sie Mit Freunden machen irgendwie das ab.
00:30:37: Aber diese Zeit, wo man mit den Kindern spielen sollte ist wirklich weniger geworden.
00:30:42: Also klar wir müssen uns auch lernen!
00:30:44: Die Eltern... also ich bin ja noch gerne in Oma Generationen aber wir müssen da alle schauen und Ich bin nie mit dem alles oder nichts komplett einverstanden.
00:30:56: Es gibt schon Apps Und es gibt Medien wo ich sage die Tech-Konzerne haben müssten da mehr Regularien vorhalten.
00:31:11: Also es ist nicht alles harmlos, aber es ist natürlich auch nicht alle schlecht und müssen das genauso differenziert anschauen.
00:31:18: Es ist viel komplizierter als mit Nikotin.
00:31:21: Nikotina war auch selbst Medikationen.
00:31:22: Da gibt's übrigens auch tolle Studien bei ADHS.
00:31:26: Bei Nikotín konnten wir einfach sagen, dass es schädlich macht.
00:31:28: Krebsauschluss, hohe Steuern drauf... Das
00:31:34: hat ja auch seine Zeit gebraucht.
00:31:39: Ich weiß nicht, außer dass es wirkt wie ein Stimulanz gibt's ... Wir können da nicht sagen, ja, wir arbeiten mit dem Nikotin.
00:31:48: Aber der Unterricht ist digital oder?
00:31:50: Wir haben das Laptopsdauer und dauern vor uns.
00:31:53: Wir können ohne Handy!
00:31:55: Bei den meisten ist das Adressbuch drin, wir können gar nicht mehr ohne.
00:32:00: Also das ist anspruchsvoller.
00:32:05: Ja, aber das ist eben jede Generation hat glaube ich ihre Herausforderung.
00:32:11: Aber was würden sie den Eltern nun raten mit einem ADHS-Kind?
00:32:16: Dass sich gerade zurückzieht mit dem Device ein bisschen oft und ein bisschen lang...
00:32:25: Also es gibt schon... Die Hilflosigkeit
00:32:27: ist ja groß!
00:32:28: Ohnehin schon dass Kim mit ADHS eine Nummer ist Und die Screentime ist eine Diskussion, die alle Eltern führen.
00:32:36: Aber die Verbindung macht sie noch kniffliger?
00:32:39: Ja das ist richtig!
00:32:40: Also es kommt eben wieder auf die Ausbrechung an vom ADHS.
00:32:43: Wir wissen auch, dass der Behandel der ADHS reduziert den Medienkonsum.
00:32:48: Selbst die Medikation wirkt auf das ADHS und auf diesen Drive Den Drang wie Sie vorher gesagt haben zu konsumieren.
00:33:00: Also was die Medien betrifft, Medienkompetenz tatsächlich auch zusammenschauen wird das installiert.
00:33:06: Dass die Zeit doch irgendwo begrenzt wird dass es nachts draußen ist und da gibt sicher strategieren.
00:33:14: aber wir können nicht immer nur verbote machen ihr müssen ausschauen was gefällt dir denn?
00:33:20: Es muss etwas Attraktives anderes geben oder ist es schwimmen?
00:33:23: ist es Fußball?
00:33:27: Ja, das müssen wir eben genau mit dem Kind anschauen.
00:33:30: Und es weiß, wenn's nichts mehr gibt?
00:33:32: Dann muss man... ja, das ist eben bei viel und so.
00:33:35: Das befürchte ich und drum.
00:33:37: Das wegen konzentriere ich mich in den letzten Jahren auch ein bisschen mehr.
00:33:43: also ich sage mal dass eine ist an der Störung zu arbeiten oder am Defizit aber das andere is wirklich die Ressourcenaktivierung, dass wir wirklich wieder zusammenschauern.
00:33:53: was gibts denn für Ressoursen Aktivitäten auch für die Eltern, die Freude machen oder und dazu gehört Bewegung.
00:34:06: Jungs bewegern sich noch ziemlich viel, eben wir haben gerade eine Studie durchgeführt in der Schweiz Mädchen, fünfzig Prozent der Mädchen geben an dass sie sich nicht mehr bewegen aus dem Unterricht und Schuhsport.
00:34:22: also ich glaube da gibt es schon verschiedene Aktivitäten.
00:34:26: tanzen, Musik mögen noch eigentlich alle Jugendlichen.
00:34:31: Das klingt unglaublich gut aber in der Praxis wie kriege ich das auf den Boden?
00:34:34: Also da ist jetzt ein Jugendlicher eine Jugendliche und jetzt kommen wir mit diesen Erwachsenen und Argumenten und
00:34:41: Angeboten.
00:34:42: Der Bodern fängt wirklich am besten.
00:34:45: klar es gibt die Familien wo das nicht mehr funktioniert aber das fängt eben sehr früh an die sagen, was muss ich machen als Eltern?
00:34:57: Wenn ich mal Eltern werde, dass das funktioniert und es fängt eben sehr früh an.
00:35:02: Und ich würde auch sagen Kindergarten Schule da müssen alle mitmachen.
00:35:06: aber für die Familien wo es gar nicht mehr funktioniert sind dann Beratungsinstitutionen da und wir also wir sind zwar glaube ich kann man sagen Die Hemmschwelle in die Psychiatrie zu gehen oder zum Psychologen ist ziemlich gesunken.
00:35:26: Das sehen wir auch tatsächlich an Zahlen, oder?
00:35:30: Junge Menschen sprechen offener darüber, das höre ich manchmal in der Tram wenn junge Leute miteinander am Telefon oder miteinander sprechen Der Therapeutin kommt dann doch oft vor.
00:35:43: Also, es ist fast ein bisschen viel muss ich sagen, weil ... und wir haben da eine repräsentative Studie gemacht in drei Landessprachen.
00:35:52: Geben an bis zum achtzehnten Lebensjahr, dass sie schon mal Therapie hatten.
00:35:57: Ist das nicht
00:35:58: gut?
00:35:58: Das ist ein bisslviel!
00:35:59: Das ist jeder Fünfte, jede fünfte zwanzig Prozent.
00:36:04: Ich glaube Es ist gut, dass es nicht mehr so stigmatisiert ist.
00:36:10: Ich glaube aber, dass sich die Familien und die Lehrpersonen durchaus noch mehr zutrauen dürfen.
00:36:16: Dass der Weg zum Therapeut ist kein Ersatz, das es doch zu Hause eigentlich noch besser ist!
00:36:26: Also ich finde, es darf nicht zu sehr eine Verschiebung in die Therapie geben wobei ich sage wir sind immer für die Familien da Und lieber mal zu früh, weil wir wissen auch.
00:36:42: Frühe Intervention bevor es dann wirklich richtig abwärts geht ist wirkungsvoller Ja.
00:36:50: aber Aber die Situation das es nicht mehr geht oder dass es keine anderen Aktivitäten mehr gibt Keine Freude mehr mit anderen Dingen.
00:37:01: da würde ich sagen da sollte man sich Hilfe suchen und Auch nette solle nicht Scham besetzt sein.
00:37:05: eigentlich bin sicher dass Es gerade vielen Familien so geht.
00:37:09: Nun hört man ja nicht nur von der Mote-Diagnose, sondern es ist auch immer wieder die Rede davon.
00:37:14: Als ich auswachse, tut das das?
00:37:17: Ich finde nicht!
00:37:19: Ja Sie finden nicht... ...ist es dann immer schlimmer geworden?
00:37:22: oder war's eher wellen für mich?
00:37:25: Ich sag mal so.
00:37:26: deswegen habe ich auch die Frage nach dem Screening gestellt.
00:37:28: Ich wäre wirklich vor gewesen, dass ein Mann mir früher die Gelegenheit gegeben hätte die Systeme bestanden, die zur Diagnose geführt hätten.
00:37:42: Denn vor allem meine Jugend wäre anders verlaufen.
00:37:47: einfacher nicht nur für mich auch für meine armen Eltern.
00:37:51: aber es ist tatsächlich naja schlimmer Es hat sich einfach verstärkt.
00:37:56: Mein Bewusstsein dafür hat sich aber auch Verstärktes gibt bessere und schlechtere Phasen.
00:38:02: Mit Stimulanz ist es Alltagstauglich ohne eigentlich nicht.
00:38:07: mittlerweile muss ich sagen, also in den Ferien oder am Wochenende.
00:38:14: wenn ich das nicht nehme dann jagt einem Gedanke den Nächsten und erhebe mich um was zu holen.
00:38:21: Und nach einem Schritt habe ich vergessen was es ist und es ist einfach wegradiert.
00:38:26: Das ist für mich schon unangenehm genug aber wenn ich mit meiner Freundin bin und sage Ich mache Frühstück und dann mache ich etwas ganz anderes dann ist sie ja auch in Mitleidenschaft gezogen.
00:38:39: Deswegen, ich finde es ist tatsächlich schlimmer geworden.
00:38:44: Also erstmal nochmal zurück zum Screening.
00:38:48: Ich denke heute sollten Kindergärtnerinnen doch so viel mitbekommen haben dass man das im Standortgespräch individuell besprechern kann oder?
00:38:57: Dass man sagt da ist vielleicht ein Anhalt Und dass man das dann nicht, dass es da nicht verloren geht und vergessen geht.
00:39:05: Und dass was gerade auf mit der Einschulung dann schon berücksichtigen könnte oder auch im Kindergarten wenn sie jetzt wirklich massive Probleme macht.
00:39:14: ich bin nur nicht so ganz dafür alle durch zu screenen und einfach mal so.
00:39:18: Ich glaube ja Das ist vielleicht doch noch schwierig wegen dieser Fehldiagnose Die Frage ob sich das auswächst usw.
00:39:29: als ich das noch studiert habe hieß es, das wechselt sich aus.
00:39:35: Und der Höhepunkt ist praktisch in der Kindheit, Pubertät wird dann behandelt und dann wächst sich das langsam aus.
00:39:44: Wir wissen ungefähr seit fünfundzwanzig Jahren dass dem nicht so ist, dass es bei sechszig Prozent ziemlich stark persistiert und bei den anderen kann es sich ganz gut kompensiert werden.
00:39:59: aber Also es wächst sich nicht aus, das ist mal die Botschaft.
00:40:04: Aber das ist schon interessant wie sich auch dieser Blick aufs ADHS geändert hat mit den Mädchen.
00:40:12: Zeitweise hieß es ja auch oder jahrelang zehn zu eins ist das Verhältnis oder acht zu eins, acht Jungs ein Mädchen und im Erwachsenenalter wissen wir heute, dass es relativ ausgeglichen ist und es kann ja nicht sein weil es soll ja seit Kindheit bestehen.
00:40:28: Was ist der Grund?
00:40:29: Man hat es zu spät erkannt.
00:40:31: Ja,
00:40:31: die Auffälligkeit.
00:40:32: Das hat bei den Jungs zehn zu eins.
00:40:34: Ja genau und auch ein... Und das war jetzt sicher ein medizinischer Fehler.
00:40:40: Die früheren Klassifikationskriterien haben verlangt dass man drei Kriterien hat für Hyperaktivität und bei den Mädchen War's nur in der Regel die innere Unruhe oder Dass viele Plaudern oder dass man viel redet im Glasernzimmer.
00:41:01: Und da hat man jahrelang gesagt, die redet halt viel oder passt nicht auf und man hat nicht gedacht es könnte ein Symptom der ADHS sein.
00:41:12: also man hat leider die Mädchen da ganz lange eigentlich ja nicht richtig erkannt und ihnen dann auch die Behandlung vorenthalten.
00:41:23: alle Arten der Behandlungen oder?
00:41:26: Auch jetzt werden immer noch Mädchen zu spät und auch zu wenig erkannt, weil die Symptomatik halt anders aussieht.
00:41:37: Ja wie Sie sagen oder?
00:41:38: Also gerade die Hyperaktivität und Impulsivität ist mehr es reduzierter als bei den Jungs.
00:41:46: Also für Screening waren sie nicht zu gewinnen.
00:41:48: Was halten Sie von meinem Vorschlag, anstatt Abklärungen zu machen die ja ewig dauern bis man endlich mal dran kommt dass man einfach allen Verdachtsfällen ein Stimulanz verabreicht?
00:41:58: Dann sieht man ja ob es anschlägt oder nicht.
00:42:01: Ja da bin ich auch nicht begeistert weil Stimulanzen wirken bei allen Menschen.
00:42:09: das ist wie Kaffee.
00:42:11: kaffe macht auch Alle Menschen wacher.
00:42:14: Es gibt eine ganz kleine Gruppe, da wirkt es paradox.
00:42:17: Das sind eher die alten Leute.
00:42:20: Da kann das sogar mal ein bisschen paradox wirken.
00:42:24: aber Stimulanzien wirken bei allen Menschen stimulierend oder dass man sich besser konzentrieren kann was richtig ist und das ist ja wie so... Man könnte es paradox auch nennen, dass man weniger impulsiv ist.
00:42:39: Aber wenn man nur darauf achtet, ob man sich besser konzentrieren kann... Darauf hätte ich
00:42:43: jetzt nicht geachtet.
00:42:45: Ja, auf die anderen
00:42:47: ja.
00:42:47: Ist das etwas was dich aktiviert und rumrennen lässt oder ist es etwas was dir eher beruhigt?
00:42:52: Von mich beruhigts total!
00:42:56: Mein Hirn ist dann wirklich schwieriger mit Bewohner in meinem Kopf Und das gibt dann halt echt mal... Ich bin so kruschig
00:43:05: Es ist ein Dilemma.
00:43:07: Und auch nicht alle, die ADHS haben brauchen ja die Medikation.
00:43:10: also sind ungefähr fünfzig Prozent und ich muss ja auch bisschen darauf achtern dass nicht zu viel mediziert wird und fehl mediziert werden und das Stimulanzien als Enhancer benutzt werden weil da ist sozusagen alle zwei Jahre kommt berechtigte Frage nimmt denn die Stimulation Verordnung zu?
00:43:36: Und es gibt ja auch schwarze Schafe, wo in Regionen oder in Praxen zu viel Stimulanz sind verordnet werden.
00:43:46: Das eigentlich ist das auf dem Rücken von den Betroffenen, die sie wirklich brauchen – also diese Fehlverordnungen, die es auch gibt.
00:43:53: Es ist sicher ein kleiner Teil aber die gibt's auch, oder?
00:43:57: Ja, aber Sie sprechen ja das Dilemma an und ich sage ja auch Je früher, je besser.
00:44:03: Je früher erkannt ihr besser auch wenn ich jetzt noch nicht sage ja Screening weil das
00:44:10: ist
00:44:11: komplexer bei der ADHS.
00:44:16: Ja also das Dilemma sind ja die Wartezeiten und da was wir jetzt machen sind Wartezeltangebote dass wir sozusagen da Informationsnachmittage machen oder Informationsabende für die Betroffenen Eltern und auch Elternkurse schon anbieten, damit diese Zeit verkürzt wird.
00:44:39: Aber gerade die Umsetzung der Leitlinien in der Schweiz sagt ja bei vom ersten Verdacht bis zur Behandlung sollte man eine gewisse Zeit schauen.
00:44:49: gibt es nicht auch andere Möglichkeiten die Kinder zu unterstützen Und dass wir diese zeit gemeinsam nutzen?
00:44:55: oder in der Schule das wir die Familie beraten den Jugendlichen oder Betroffenen sagen, könntest du vielleicht noch das und das ausprobieren.
00:45:05: Und dann kommt die Diagnostik.
00:45:08: Die Diagnastik könnte man ja auch noch etwas straffern.
00:45:16: Das ist praktisch eine klinische Diagnose, die man mit Fragebügeln durchführt.
00:45:21: Selbsteinschätzung, Eltern-Einschätzungen, Lehrereinschädzungen geht relativ schnell.
00:45:25: Das können wir auch digitalisiert machen.
00:45:28: Jetzt ist natürlich so... Und deshalb auch wieder mit dem Screening.
00:45:32: Das Screening ist ja noch viel breiter als diese Frageböger.
00:45:38: Dann müssen wir schon nochmal die Fachleute drauf schauen, da ich sehe immer wieder... dass Kinder sagen, oh das ist doch bei meinem Gespäne noch viel schlimmer.
00:45:48: Deshalb habe ich es nicht angekreuzt oder sie finden... Bei ihnen ist es... Es gibt da Unterschiede in der Einschätzung.
00:45:56: die Lehrperson sagt, das ist ganz stark oder sagt, es ist wenig und wenn's dann Diskrepanzung gibt müssen wir schon nochmal drauf schauen.
00:46:04: Ja also Ich glaube Da würde uns die Digitalisierung doch helfen, wenn man das mal die Wartezeit verkürzen Da müssen auch wir Professionelle noch einen Beitrag leisten.
00:46:16: Was würden Sie ihm sagen, der oder die glaubt, ADHS zu haben?
00:46:23: Worauf soll diese Person achten?
00:46:26: Was soll sie als erstes tun?
00:46:28: Wie alt ist diese Person?
00:46:29: Ehm ... thirty-fünf.
00:46:35: Geht mir von einer Frau aus, die plötzlich auf den Gedanken kommt, vielleicht habe ich das ja.
00:46:40: Vielleicht bin ich ja gar nicht depressiv oder angstgestürbt.
00:46:45: Ja, also ich würde die Frau zum... Ich würde sie fragen, wie es in der Kindheit war und in der Schulzeit.
00:46:52: Und dann wird die Frau vielleicht zu mir sagen, ich erinnere mich gar nicht mehr so genau?
00:46:57: Und da würde ich mir schon Zeit nehmen weil wenn man dann länger miteinander spricht gibt's doch mehr Erinnerungen.
00:47:04: Dann würde ich sagen hast du denn noch ein Zeugnis?
00:47:06: oder Sie haben sich noch ein zeugnis?
00:47:10: Gab es schon Beschreibungen und was gab's für Rückmeldungen?
00:47:13: Also ich würde das schon mehr Zeit nehmen fürs Gespräch.
00:47:17: Weil so eine Stunde Gespräch ist nix im Vergleich, dass die Frau schon vielleicht dreißig Jahre damit Probleme hat oder also Ich glaube die Krux immer wachsende Alter im vergleich jetzt zu unserer Altersgruppe ist Dass wir Ja gut erheben können, was damals war.
00:47:40: Man kommt ja dann nicht mit seinen Eltern mit fünf und dreißig die dann das erzählen können oder?
00:47:46: Aber worauf achte ich wenn ich jetzt betroffen bin?
00:47:49: Wenn ich diesen Verdacht habe beispielsweise weil eine Freundin diagnostiziert wurde oder weil halt eben die Angststörung wirklich... überhand nimmt.
00:48:00: Wenn ich den Gedanken habe, es könnte auch ADHS
00:48:03: sein ... Was
00:48:04: mache ich dann?
00:48:04: Ich überlege mir noch mal mit diesen Kardinalsymptomen.
00:48:08: Habe ich das Problem der Aufmerksamkeit und der Konzentration?
00:48:13: Bin ich hibbelig innerlich unruhig wenn ich etwas machen kann oder geht's mir so dass ich wie eigentlich Frühstück machen will oder zur Arbeit gehen will uns kommen wir da und irgendwelche Sachen dazwischen hab ich mehr Unfälle.
00:48:28: Vielleicht auch bin ich trauriger, die Angst und so.
00:48:32: Das sind ja oft Folgen der Symptome.
00:48:35: Und kann ich manchmal ... Muss ich immer dazwischen reden?
00:48:40: Und so weiter oder?
00:48:41: Das muss ich!
00:48:43: Aber was ... An wen wende ich mich dann?
00:48:46: Wenn ich jetzt das alles bestätige als fünfundreißigjährige Frau, was mache ich denn?
00:48:50: Also ich würde sagen... wenn die Person denkt ihr würdet eine Therapie helfen oder Unterstützung.
00:49:00: Es könnte ja auch sein, sie ist Neurodivers und denkt die anderen müssen nicht.
00:49:03: Ich muss mir einfach das Environment suchen wo ich es aushalt und wo man mich aushält.
00:49:08: aber wenn die Person denkt doch es wäre Zeit für Unterstützung eigentlich möchte ich das dann würde ich sagen zum Beispiel wir haben hier eine große ADHS-Ambulanz für Erwachsene die immer sich weiter vergrößert und viele Niedergelassene machen es auch.
00:49:25: Und was ich nicht empfehle, ist, dass ich mir im TikTok oder in diesen Medien diese Sachen angucke.
00:49:30: Weil da wissen wir, das sechzig Prozent sind Fehlinfos?
00:49:34: Was ist eine Fehlinfo, die ich da finde?
00:49:36: Ähm ... Ja, das sind Videos und eben auch ... Auch die Dosis der Behandlung oder Psychotherapie hilft immer.
00:49:47: Wir wissen ja, dass Medikation schon höhere Effektstärkern hat als Psychotherapier.
00:49:52: Oder dann mache ich vielleicht drei Jahre Psychotherapi.
00:49:56: Ich möchte das nicht mit dem Psychotherapeuten anlegen, aber es gibt eine Reihe von Fehlinfos.
00:50:03: Ich habe die Analyse nicht gemacht, aber ich denke um dann zu schauen was ist für mich die beste Behandlung?
00:50:14: Da braucht's, finde ich sehr gut, mit einem Profi zu sprechen weil es keine Gießkannernbehandlung ist und man muss die individualisiert machen.
00:50:25: Und auch, wenn wir jetzt auf die Medikation zu Sprechern kommen oder die ja immer eingebettet sein soll.
00:50:31: Mindestens in Beratung und dass man auch schaut welche Strategien gibt es sonst noch.
00:50:35: Auch die Medi- kation muss individualisiert geplant werden oder?
00:50:44: Es ist nicht so das mehr am meisten hilft weil das ist jetzt die neurobiologische Ursache.
00:50:50: Die sind eben unterschiedlich bei den einzelnen Personen und deshalb kann es sein, dass ein Erwachsener mit einer relativ kleinen Dosis am besten unterstützt wird.
00:50:59: Es kann aber sein, das der Erwachsene wirklich die Maximaldosis braucht, die empfohlen ist.
00:51:06: Und das Gleiche gilt auch für Kinder- und Jugendliche.
00:51:08: Das ist nicht nur nach Gewicht mehr sondern das sind jetzt die neurobiologische Ursache oder?
00:51:17: Da muss man individuell schauen.
00:51:19: Deshalb würde ich schon sagen... Ich sage immer einmal Profi!
00:51:24: zum wirklich überlegen, welche Diagnose?
00:51:26: und Profi meine ich.
00:51:28: Kinder- und Jugendpsychiatra oder spezialisierte Kinderärzte, Erwachsenenpsychater oder spezialisierte Ärztinnen oder Psychotherapeuten.
00:51:40: Die Psychotherapeutin müssen ja dann falls Medikation ist mit Ärzten zusammenarbeiten aber jemand der spezialisiert ist einmal.
00:51:48: Jetzt machen Sie das seit siebzehn Jahren hier?
00:51:51: Was hat sich in dieser Zeit verbessert für ADHS-Betroffene?
00:52:17: Überhaupt, was ich ganz toll finde auch in den Leitlinien.
00:52:21: Dass jetzt in den leiten Linien steht es ist ein partizipativer Prozess wie behandelt wird und Ich finde schon wir klären die Patienten über alle Behandlungsmöglichkeiten auf immer über Vornachteile Und dann schaut man zusammen.
00:52:39: also das finde ich ist für mich eigentlich ein ganz wichtiger Schritt.
00:52:43: Dann auch Das war aber noch in Würzburg, wo ich ja vorher war.
00:52:48: Da hatten wir zum Beispiel ... Wir haben das Familienambulanz genannt.
00:52:52: Also dass wir auch bei Eltern, wenn die Kinder zu uns kommen und wir beschreiben es an Saren auf die Eltern.
00:52:57: Das hatte ich ja auch.
00:53:00: Manchmal ist es dann der Anlass, dass wir da auch noch unterstützen können.
00:53:07: Also was für mich natürlich auch toll ist, dass hier in Zürich auch die Ursache weiterbeforschern Wir haben, auch wenn man denkt das bleibt alles stehen.
00:53:20: Das geht schon vorwärts.
00:53:22: also die Ursachen können wir jetzt noch besser verstehen als wir sind sicher noch lange nicht am Ende.
00:53:30: aber ja es gibt neue Methoden Ja aber immer dieses was auch sehr schön ist dieser Ansatz Zwischen Forschenden und Klinikern sich immer wieder auszutauschen, um das in die Klinikum zu nehmen.
00:53:44: Was wir vielleicht schon mehr wissen auch zum Erklären?
00:53:48: Weil früher war es auch so ein bisschen ja habe ich in der Erziehung was falsch gemacht Das ist ja noch neben der Mode Diagnose oder dieses andere Problem Und wirklich zu sagen ne also Wir haben jetzt so viel Forschungsbefunde Die zeigen dass es eine neurobiologische Störung oder Veränderung je nach Konzept.
00:54:10: Das ist schon sehr hilfreich.
00:54:12: Frau Dr.
00:54:12: Valica, vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben für diese sehr interessante und aufschlussreiche Gespräche.
00:54:18: Man hat mir gesagt, es dürfe sich nicht länger als eine Stunde erstrecken.
00:54:23: Ich könnte noch länger weitermachen.
00:54:25: Vielen Dank!
00:54:26: Ja, jedenfalls vielen Dank.
00:54:28: Danke, dass sie sich die Zeit genommen habe für diese Episode.
00:54:32: Als von ADHS-Betroffener lerne ich selber eine Menge bei diesen Gesprächen.
00:54:37: Danke darum auch an alle Mitwirkenden.
00:54:40: Bis zur nächsten Episode, Ihr Thomas Meyer.
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